Leitungsprojekt Angersdorf-Preußlitz
Geplanter Neubau der Wasserstoffleitung Angersdorf-Preußlitz
Der geplante Leitungsneubau von Preußlitz nach Angersdorf in Sachsen-Anhalt ist zentraler Bestandteil des ONTRAS H2-Startnetzes. Er gehört zudem zu dem IPCEI Green Octopus Mitteldeutschland (GO!), der künftigen Transportroute für Wasserstoff für das mitteldeutsche Chemiedreieck sowie die Industriezentren in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen.
Leitungslänge
ca. 35 kmDimension
Nennweite DN 600Auslegungsdruck
84 barWasserstoffleitung in Sachsen-Anhalt
Aus dem mitteldeutschen Raum über Sachsen-Anhalt bis nach Niedersachsen wird in den kommenden Jahren eine wichtige Transportleitung für Wasserstoff entstehen. Das IPCEI Green Octopus Mitteldeutschland (GO!), Bestandteil des ONTRAS H2-Startnetz, wird damit das mitteldeutsche Chemiedreieck, die Metropolregionen Halle-Leipzig und Magdeburg, das Helmstädter Revier und die Stahlregion Salzgitter verbinden.
Im Rahmen von Green Octopus Mitteldeutschland plant ONTRAS in Sachsen-Anhalt den Neubau der Wasserstoffleitung zwischen Angersdorf und Preußlitz.
Geplanter Leitungsverlauf
Der geplante Leitungsneubau verläuft aus südlicher Richtung von Angersdorf (Gemeinde Teutschenthal nahe Halle/Saale) nach Preußlitz (Stadt Bernburg) und quert die Landkreise Saalekreis, Salzlandkreis und Anhalt-Bitterfeld. Im Rahmen des Leitungsbaus ist zudem der Bau von Armaturen- und Molchstationen für künftige Inspektions- und Wartungsarbeiten geplant.
Bei der Planung des Leitungsverlaufes finden insbesondere raumordnerische, naturschutzfachliche und bautechnische Aspekte Berücksichtigung. Die Beanspruchung von ökologisch wertvollen Bereichen gilt es möglichst zu vermeiden bzw. weitreichend zu minimieren. Die Trassenplanung erfolgt daher nach dem sogenannten Bündelungsgrundsatz und damit zu einem möglichst großen Teil in Parallelführung zu vorhandenen Infrastrukturen. Im geplanten Leitungsverlauf zwischen Angersdorf und Preußlitz sind nahezu durchgängig Bestandsleitungen von ONTRAS vorhanden, an deren Verlauf sich der geplante Neubau orientiert.
Von der Planung bis zur Realisierung
Auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie werden im Rahmen der Planungsphase eine Vorzugsvariante sowie Trassenalternativen entsprechend umwelt- und baufachlicher Anforderungen detailliert und der konkrete Leitungsverlauf erarbeitet. Neben der Prüfung der Raumverträglichkeit gehen wir in der Genehmigungsplanung in die Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens, das nach jetzigem Planungsstand im kommenden Jahr beginnen soll.